CORNELIA ROHDE  |  JÜRGEN FORSTER

LINIE + RAUM  |  Malerei · Druckgrafik · Tape · Papercut · Skulptur

KUNSTRAUM383  |  Köln  |  28. Juli bis 6. August 2017

 

Ausstellungs-Website LINIE + RAUM

 

Das Merkmal und die Besonderheit der Ausstellung in der Kölner Galerie Kunstraum383 ist das spielerische Experiment mit der Linie. Cornelia Rohde und Jürgen Forster haben sich die Aufgabe gestellt, die Eigenschaften der Linie auszuloten, wo sie den zweidimensionalen Raum scheinbar oder auch real überwindet und ihren Weg ins Dreidimensionale nimmt. Neben Malerei und Druckgrafik, ihren bisherigen Schwerpunkten, zeigen sie in dieser Ausstellung auch Skulpturen, Tapes und

großformatige Papercuts. Mehrere Werke dieses neuen Genres entstanden in gemeinsamer Atelierarbeit. Insgesamt wird in der neuen Ausstellung das dialogische Prinzip deutlich, auf das sich beide Künstler bei ihrer experimentellen Arbeit verständigt haben: unterschiedliche Varianten der Linie im Raum gedank-lich und konkret gemeinsam auszuloten und darzustellen. Die Geometrie und die Annäherung an mathematische Faktoren gehört dabei zum gemeinsamen Ausgangspunkt.


Mehrfarbige Drucke

Kleine Papercuts

Kleinformatige Papercuts von Cornelia Rohde sind Vorarbeiten der später entstandenen größeren gemeinsamen Arbeiten im Format 100 x 70 cm. In dreidimensionaler Collagetechnik eröffnen sie den Raumblick in die Tiefe. Die zunächst gezeichnete Linie nimmt auf diese Weise den Weg aus der Zweidimensionalität in die dritte Dimension.

Das Liniengeflecht der Zeichnung ist im Werkstoff Papier materialisiert und durch mehrlagige Anordnung zu einem skulpturalen Objekt gewandelt. Es ergeben sich nicht nur Raumgefühl und haptisch-sinnliche Eindrücke, sondern auch unerwartete Durchblicke und Tiefenwirkungen durch unterschiedliche Farbwerte und Schattenbildung.


Die großen Papercuts

Acrylbilder und Drucke

In den druckgrafischen Blättern von Jürgen Forster hat die Linie eine verbindende Funktion. Die aus Linien gebildeten Formkonstrukte zeigen ein Davor und Dahinter, suggerieren Raumfülle und Tiefe und machen Ordnungsprinzipien sichtbar.

In kleinformatigen Skulpturstudien erprobt Jürgen Forster die überraschenden Variablen des Linienspiels am dreidimensio-nalen Objekt. In der ebenfalls gemeinsam konzipierten Skulptur „Linienquader“ ist dieses Prinzip erweitert.


Skulpturen

Tape

Cornelia Rohde: Komposition. Tape auf Galeriewand, 180 x 240 cm, 2017
Cornelia Rohde: Komposition. Tape auf Galeriewand, 180 x 240 cm, 2017